Darmkrebs Symptome

Dickdarmkrebs

Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom)

 

Kolonkarzinome (Darmkrebs, genauer benannt Dickdarmkrebs) sind häufig in der Dickdarmschleimhaut zu finden und gehen meist aus entarteten Darmpolypen hervor. Es gibt prägnante Symptome, die auf Dickdarmkrebs hinweisen. Des Weiteren wird erläutert, warum eine Früherkennung dieser Krebsart so wichtig ist und Leben rettend sein kann.

 

Was genau ist ein Karzinom?

Die Diagnose von Dickdarmkrebs ist ein harter Schlag im Leben des Menschen. Tatsächlich ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland der Darmkrebs. Laut Statistiken sind im Jahre 2010 ungefähr 34.000 Männer und 29.000 Frauen neu daran erkrankt. In den meisten Fällen wird der Dickdarm zuerst befallen, dicht gefolgt vom Mastdarm, auch Enddarm genannt. Durch unnatürliche, bösartige Wucherungen in den Zellen der Darmschleimhaut gehen sogenannte Darmpolypen (genauer benannt als adenomatöse Polypen (Adenome) hervor.

Im rechten Unterbauch beginnt der Dickdarm und schließt sich an den Dünndarm. Im linken Unterbauch geht er in den Mastdarm über und führt schließlich zum Anus. Er hat mehrere Unterteilungen und Abschnitte:

Das Caecum (Blinddarm) mit dem Wurmfortsatz, das Kolon (Grimmdarm) und schlussendlich das Rektum (Mastdarm).

Es werden als Kolonkarzinom nur noch Tumore bezeichnet und diagnostiziert, wenn diese zwischen dem Caecum und dem Beginn des Rektum aufzufinden sind.

 

Welche Symptome sind Anzeichen bzw. können auf ein Kolonkarzinom hinweisen?

Verschiedene Indizien, wie z. B. Blut im Stuhl, veränderter Kotabsatz oder auch heftige Bauchschmerzen können erste Anzeichen für die Erkrankung sein. Allerdings treten diese Dickdarmkrebs Beschwerden auch bei vielen, anderen Krankheiten, z. B. bei einer Virusinfektion, auf. Diese Beschwerden sind also nicht ausschlaggebend, können aber erste Anzeichen sein. Oft kann man aber auch beobachten, dass im frühen Stadium des Dickdarmkrebs auch gar kein Unwohlsein vorliegt. Daher ist ein wichtig, als Arzt eine schnelle, zuverlässige Früherkrankung entgegenzuwirken, bzw. dem Patienten, sollte er über längere Zeit über diese Beschwerden klagen, entsprechende Untersuchungen anzuordnen. Als Patient sollte man diese auch wahrnehmen. Viele Menschen haben hier Angst sich beim Arzt zu melden.

Ebenso beurteilt und verschreibt der Arzt, je nach Entartung und Unterscheidung zu den eigentlichen Zellen der Darmschleimhaut, die Abstimmung der Therapie gegen den Dickdarmkrebs.

Wie weit sich der Tumor schon ausgebreitet oder eingesetzt hat, muss zusätzlich diagnostiziert und überprüft werden. Dies ist ebenfalls ein wichtiges Indiz, wie weit der Krebs bereits ist. Denn wenn der Krebs bereits im angrenzenden Gewebe oder in Lymphwege zu sehen ist, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich bereits entartete Zellen in anderen, weiter entferntere Organen niedergelassen hat. Dies erschwert die erfolgreiche Behandlung und kann zu einem erneuten Ausbruch des Krebses führen.

 

Dickdarmkrebs Ursachen

Die Ursachen für den Dickdarmkrebs können viele Gründe haben. Durch Polypen im Darm entsteht der Typische Darmkrebs. Auch spielt die Ernährung eine sehr große Rolle. Durch die Lebensweise wird die Entstehung und Verbreitung des Darmkrebs gefördert. Auch über Verwandte können sich die Risikofaktoren in den Genen verbreiten. Wenn es bereits Fälle von Dickdarmkrebs gab, dann sind sie in der Risikogruppe und sind gefährdet. Über eine Darmspiegelung (Koloskopie) kann jedoch vom Doktor im Vorfeld bereits festgestellt werden, ob sich Polypen im Darm befinden.

 

Ernährung bei Dickdarmkrebs

Besonders durch rohes Fleisch wird der Darmkrebs gefördert. Wenn zuviel Rind, Schaaf oder sonstige Fleischsorten gegessen werden, dann erhöht dies wieder das Risiko. Auch sollte zu einer gesunden Ernährung der Lebensstil passen. Treiben Sie ausreichend Sport und unterstützen dies mit einer gesunden Ernährung.

 

Operationen bei einem Kolonkarzinom

Die Operation ist meist der erste Schritt der Behandlungstherapie bei einem Kolonkarzinom. Wie viel Gewebe und was genau entfernt wird, richtet sich nach der Lage und der Ausbreitung des Darmtumors. Ziel dieses operativen Eingriffes ist es, das entartete Gewebe in toto, inklusive der betreffenden Blutgefäßen und Lymphbahnen, ebenso teilweise auch des gesamten Lymphknotens mit ausreichendem Abstand zum gesunden Gewebe zu entfernen.

Jedoch muss man es von der Blutversorgung abhängig machen, wie viel Darm schlussendlich entfernt werden kann. Der operative Chirurg entfernt stets ganze Darmabschnitte, welche mit dem gleichen Blutgefäß versorgt werden. Zur Sicherheit des Patienten und um eine erneute Ausbreitung möglichst zu verhindern, wird rechts und links des Tumorgewebes ein Mindestabstand von 10 cm eingehalten. Dieses Gewebe wird selbstverständlich mit entfernt. Im Lauf der jahrzehntelangen Erfahrung haben sich bewährte Standardoperationen zum radikalen Eingriff von Dickdarmkrebs entwickelt.

 

Therapie nach der Operation

Sobald der Dickdarmkrebs festgestellt wurde und der Eingriff erfolgreich durchgeführt worden ist, dann sollte man sich auf eine Therapie einstellen. Durch die Therapie soll verhindert werden, dass der Dickdarmrkebs wieder auftritt. Durch eine Chemotherapie wird der Tumor bestrahlt und so wird das Wachsen verhindert. Jedoch hängt die Entscheidung immer vom Stadium ab. Diese Entscheidung über eine Therapie muss von einem Arzt gemacht werden, der auch schon über viel Erfahrung in diesem Gebiet hat. Auch eine Stoma (künstlicher Darmausgang) kann eine Möglichkeit sein. Hier wird eine Leitung aus dem Darm gelegt. Hierdurch wird verhindert, dass sich der Kot stauen kann. Diese Verstopfung des Dickdarms ist lebensbedrohlich, wenn sich der Kot im Darm staut.

Chemotherapie bei Dickdarmkrebs

Chemotherapie bei Dickdarmkrebs

Lokale Operationen bei bösartigen Kolonkarzinomen

Während der Darmspiegelung kann nicht jeder bösartige und größere Dickdarmpolyp in toto und sicher entfernt werden. Da muss dann eine Standartoperation mit Bauchschnitt durchgeführt werden. Die alleinige lokale Operation ist allerdings nur dann ausreichend, wenn eine so genannte „Low-risk“-Situation vorliegt, d.h. ein frühes Krebsstadium (T1, N0, MO) mit nur wenig aggressiven Krebszellen ( Grading G1-G2). In allen anderen Situationen muss eine radikale Tumoroperation durchgeführt werden.

Vor der lokalen Tumoroperation am Dickdarm wird die Stelle des gefährlichen Polypen während einer Darmspieglung mit einem Metallklipp oder dunkler Tuschelösung markiert. So erkennt der operierende Chirurg sofort die Stelle und entnimmt das Darmstück inklusive des Polypen. In den meisten Fällen ist es inzwischen Routine, während der laufenden Operation eine Darmspiegelung mit durchzuführen, die dem Chirurgen den genauen Sitz des Tumors anzeigt.

 

Die Entfernung des gesamten Dickdarm

Oft ist es notwendig, bei einem extrem hohen Darmkrebsrisiko, den gesamten Dickdarm- und den Mastdarm zu entfernen. Ein Mensch mit einer Familiären Adenomatöser Polyposis (FAP) hat ein nahezu 100%iges Risiko an Dickdarmkrebs später zu erkranken. Auch hier wird zur Sicherheit der gesamte Mast- und Dickdarm entfernt. Bei Darmkrebspatienten mit langjähriger Colitis ulcerosa (chronischer Entzündung der Dickdarmschleimhaut) wird diese Methode durchgeführt. Jedoch wird bei allen Operationen versucht, den Afterschließmuskel komplett zu erhalten. Dazu wird bei manchen Operationen ein sogenanntes „Reservoir“ (Eng. „Pouch“ zu deutsch: Beutel) vom letzten Teil des Dünndarmes direkt an den Schließmuskel genäht. Dies soll die Funktion des entfernten Mastdarmes nachahmen und übernehmen.

 

Der temporäre, künstliche Darmausgang

Ein künstlicher Darmausgang wird oft in schwierigen und komplizierten Fällen von Dickdarmkrebs temporär vom Chirurg eingesetzt bzw. angelegt. Ursachen dafür können eine Infektion der Bauchhöhle oder ein durchgebrochener Tumor sein. Unter Hilfe des Stoma wird der Stuhlgang temporär durch die Bauchhaut geleitet, was zur positiven Folge hat, dass die Darmnaht nicht belastet wird und eine sichere, ruhigere Abheilung gewährleistet wird. Ein solches „Entlastungsstoma“ ist aber keine langfristige Alternative: Nach spätestens 2-3 Monaten wird der künstliche Ausgang per Operation wieder zurückverlegt, sodass der natürliche Verdauungsweg wieder hergestellt und das Loch in der Bauchhaut verschlossen wird.

Bei Dickdarmkrebs kann ein Stoma gelegt werden

Bei Dickdarmkrebs kann ein Stoma gelegt werden

Laparoskospische Verfahren

Zur Routine gehört inzwischen die „laparoskopische“ Tormorentfernung (sog. „Schlüsselloch-Chirurgie“). Sie wird breit gefächert angewandt und ist seit Jahren etabliert.

Gedanke dieser Einführung war nicht nur das ästhetische Bewusstsein, sondern diese Methode war zudem genauso effektiv und zeigte die gleichen Ergebnisse der herkömmlichen Behandlung. Weitere positive Effekte wie die, dass die Patienten sich schneller erholten und weniger Schmerzen erleiden mussten, waren Fürsprecher für diese Minimalinvasive Therapie.

Der Eingriff sollte allerdings nur von einem erfahrenen Chirurgen erfolgen.

In einigen, bestimmten Fällen (z.B. bei Verwachsungen in den Bauchraum, Darmverschluss, T4-Stadium) ist diese Methode jedoch nicht geeignet und sollte auf herkömmliche Weise operiert werden.

 

Informationen beim Arzt einholen

Sobald sie Dickdarmkrebs Symptome bemerken, sollten sie einen Doktor ansprechen. Schildern Sie ihm die Anzeichen und lassen sich einen Termin für eine weitere Untersuchung geben. Zuerst wird eine Diagnose gemacht und danach entschieden wie es weiter geht. Lassen sie sich Zeit mit der Entscheidung. Sobald gewisse Risikofaktoren des Dickdarmkrebs ausgeschlossen wurden sind kann der Weg in eine bessere Zukunft bereits beginnen. Auch eine Nachsorge sollte bei diesem Thema nie zu kurz kommen.

 


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